Ausgewählte Tagungshighlights

Das Kongresskomitee folgt der Jahrestagung natürlich besonders genau und die Kongresssekretäre DDr. Philipp Douschan, Priv.-Doz. Dr. Andreas Pfleger und Assoz.Prof. Dr. Jörg Lindemann mit Unterstützung von Dr. Teresa Dolze haben für Sie ein paar Highlights der Sitzungen zusammengefasst.

 

Tag 1

… vor den Vorhang geholt

Bahil Ghanim von der Klinischen Abteilung für Allgemein- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikum Krems hatte den Vorsitz in dieser Sitzung, deren Ziel es war, relativ seltene thoraxchirurgische Themen ausführlicher darzustellen und zu erläutern.

Udo Anegg von der Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie der Medizinischen Universität Graz eröffnete die Sitzung und brachte ein umfangreiches Update zum Thema Thoraxtrauma. Mit Hilfe von anschaulichen klinischen Bildern, einprägsamen Schemata und untermauert mit rezenter Literatur wurden die Ätiologie, die Diagnostik und Therapie des stumpfen bzw. penetrierenden Thoraxtraumas, der Zwerchfellruptur, der Aortenruptur und des Hämatoperikards einprägsam veranschaulicht.

Der zweite Vortrag wurde von Tibor Krajc von der Abteilung für Thoraxchirurgie der Klinik Floridsdorf in Wien gehalten. Er beleuchtete sehr ausführlich das oft nur am Rande erwähnte Organ Zwerchfell. Beginnend mit der Diagnostik und Therapie von angeborenen Defekten des Zwerchfells, über die Möglichkeiten der Zwerchfellrekonstruktion bis hin zur Zwerchfellraffung, der Behandlung der Zwerchfellparese und der Therapie des katamenialen Pneumothorax, spannte sich der weitläufige Bogen.

Bernhard Moser von der Universitätsklinik für Thoraxchirurgie der Medizinischen Universität Wien referierte über die zahlreichen Neuerungen im rezenten TNM-Staging für Thymustumore. Des weiteren gab er basierend auf rezenten Literaturdaten die derzeitige Empfehlung hinsichtlich der geforderten Lymphadenektomie bei Thymomen und Thymuskarzinomen ab. Abschließend wurde noch auf die neuen ACO-ASSO-Guidelines für die korrekte Diagnostik und multimodale Therapie von Thymustumoren eingegangen. Diese Empfehlung wurde im interdisziplinären Setting in Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien, der Klinik Floridsdorf und der Medizinischen Universität Graz erstellt und wird in Kürze publiziert werden.

 

Covid-19 – state of the art Behandlung der respiratorischen Insuffizienz

Mit großer Spannung haben wir dem diesjährigen ÖGP/ÖGTC entgegengeblickt. In der ersten Session des Tages „Covid-19 – state of the art Behandlung der respiratorischen Insuffizienz“ machte Otmar Schindler mit seinem hochaktuellen Vortrag „Cards being reshuffled“ den Auftakt. Zunächst ging er auf die letzten 20 Monate mit Covid ein, die uns alle vor neue Herausforderungen stellten. Er berichtete über eine Vielzahl, gar einen Boom an wissenschaftlichen Beiträgen, leider auch viele nicht-wissenschaftliche Beiträge oder Fehlinformationen. Schließlich machte er eine Zeitreise in die Entwicklung unterschiedlicher Therapieverfahren des ARDS im Allgemeinen, wie Lungen-protektiver Beatmung, Bauchlagerung oder der High-Flow Therapie. Genauso wie das ARDS, bei dem es zu einer akuten Lungenerkrankung oder zu einer Verschlechterung einer chronischen Lungenerkrankung kommt, sei das Covid-19 ARDS ein Syndrom und keine einheitliche Domäne. Bisherige Studien zeigten, dass im Vergleich zu anderen ARDS -Patienten bei Covid-ARDS häufiger Bauchlagerung, weniger Tidalvolumina, höhere PEEP- und höhere FiO2 Werte notwendig waren. Otmar Schindler betonte jedoch, dass Covid ARDS individuell und evidenzbasiert zu behandeln sei, wie andere ARDS Syndrome auch. Eine Nicht-invasive Beatmung solle prinzipiell durchgeführt werden, solange möglich, der Zeitpunkt der Intubation jedoch nicht versäumt werden. Bauchlagerung und extrakorporale Verfahren frühzeitig und für externe Häuser gilt die Devise lieber rechtzeitig, am besten noch vor Intubation zu transferieren. Gefahren der häufig praktizierten permissiven Hyperkapnie wurden kritisch diskutiert.

Barbara Sitter aus Wien/ Floridsdorf referierte über die Bauchlagerung bei Covid-19. Die Anästhesistin und Intensivmedizin konnte in den letzten Monaten der Covid Pandemie einiges an Erfahrung in der Behandlung von schweren Covid 19 Verläufen beitragen. Besonders hob sie den raschen Verlauf in dem sich die Patienten, nicht wie „gewohnt“ binnen Tagen, sondern binnen Stunden dramatisch verschlechterten hervor. Besonders mit der Bauchlagerung wurden rasch wissenschaftlich fundierte Erfolge erzielt. Dabei würde die Atemmechanik verbessert, der Pleuradruckgradient gesenkt, die Atemgasverteilung und somit das Ventilations/Perfusionsverhältnis optimiert und Atelektasen und Totraumventilation reduziert, was schließlich eine lungenprotektive Beatmung zur Folge hat. Auch beim wachen Patienten auf der Normalstation konnten Studien zum „Proning“ eine Reduktion der Beatmungsdauer und Mortalität nachweisen. Diskussionsbedarf gab es jedoch bei Fallserien von Bauchlagerung unter HFNC bzw. NIV. In Anbetracht der hohen Versagerrate von 32-36% bei HFNC bzw. bis zu 61% bei CPAP/NIV wurde eine erhöhte Mortalität bei verzögerter Intubation hervorgehoben. Generell sollte bei einem Horowitz-Index < 100, einer erhöhten Atemfrequenz von 25-30/min, einem reduzierten AZV, neurologischen Veränderungen und fehlendem HFNC-Ansprechen an eine rasche Intubation gedacht werden. Im gleichen Zuge sei auch eine frühzeitige Bauchlagerung laut S3 Guideline zu empfehlen, insbesondere bei hoher FiO2 und hohem PEEP. Eine Beendigung der Bauchlagerung kann bei anhaltender Verbesserung der Oxygenierung oder bei Effektlosigkeit, spätestens aber nach 24h zur Vermeidung von Lagerungsschäden erfolgen. Bauchlagerung bei Kontraindikation für Bauchlagerung wie Schwangerschaft, Gesichtstraumata, Herzrhythmusstörungen oder Wirbelsäulenschäden muss nach sorgfältiger Risiko-Nutzen Abwägung erfolgen. Und zuletzt wird noch das nichtinvasive-kostengünstige Tool der Lungensonographie unter anderem zur Peep-Optimierung und Lagerung vorgestellt. Vermehrte B lines, verdickte Pleuralinien und Konsolidierungen sind typische Befunde, die mit Covid-ARDS einhergehen.

Matthias Urban, ebenfalls aus der Klinik Floridsdorf rundet diese spannende session schließlich mit dem Thema „ECMO bei Covid ARDS“ ab. Auch er beginnt mit einem Rückblick an den Beginn der extrakorporalen Verfahren in das Jahr 1972, wo erstmals über die Verwendung des Verfahrens berichtet wurde. Lange Zeit wurde ECMO als bridge-to transplant verwendet, bis es 2006 im Caesar trial bzw. 2018 im Eolia trial Einzug in die Therapie eines ARDS auf Intensivstationen erhielt. Eindrucksvoll waren auch die Zahlen, die Matthias Urban zeigte. Seit Beginn der Covid-19 Pandemie bis heute wurde die Zahl der ECMO Zentren vervierfacht. Dies zeigt uns doch das Mobilisierungspotential, welches in den letzten Monaten ausgeschöpft wurde, um unseren Patienten die bestmögliche medizinische Versorgung zu bieten. Weiters wurde über ECMO Arten und Indikationen detailliert referiert und mögliche Optimierungen diskutiert. Nicht unerwähnt blieben auch die möglichen Kontraindikationen, wie hohes Alter, maligne Grunderkrankungen oder einer bereits vor ECMO prolongierten Beatmungsdauer, in Hinblick auf den Outcome. Der Redner plädierte für eine lungenprotektive Beatmung unter ECMO, daher auch eine möglichst frühe ECMO Implementierung, lies jedoch häufige und schwere Komplikationen nicht unerwähnt. Etwa 20% der ECMO PatientInnen hätten Kanülen Dysfunktionen, Thrombosierungen, Oxygenator-Dysfunktionen, und sogar bis zu 30% schwere Blutungen und Hämolyse. Etwa 72% wären unter ECMO krauslaufinstabil, 37% hätten Rhythmusstörungen und auch Reanimationen unter ECMO seien keine Seltenheit. Generell gilt nach den ELSO Empfehlungen eine multidisziplinäre Therapie gemeinsam mit Chirurgen, Physiotherapeuten, geschultem Pflegepersonal und Techniker. 36% beträgt die 90 Tages-Mortalität unter ECMO einer nach Schmidt et al. im Lancet 2020 publizierten Studie, während eine Studie von Karagiannidis et al. AJRCCM 2021 ernüchterndere Daten mit einer 73% Spitalsmortalität zeigten.
Zusammenfassend gilt also: protektive Beatmung vor ECMO, rasche Indikationsstellung zur ECMO, kritische Patientenselektion, ultraprotektive Beatmung während ECMO, Lange Erholungsphasen unter ECMO.

 

COPD und Alpha-1- Antitrypsin Mangel – Update 2021

Claus Franz Vogelmeier gab eine interessante Übersicht zu COPD in der COVID-19 Pandemie. Sowohl amerikanische als auch französische Studiendaten zeigen ein höheres Risiko für schwere Erkrankungen bei COPD. Etwa 6000 (4%) der in einer US-Studie untersuchten 150.000 PatientInnen hatten COPD als Grunderkrankung. Eine französische Erhebung ergab eine OR von1,14 für einen tödlichen Verlauf dagegen für an Asthma bronchiale erkrankte mit 0,82 keine Erhöhung des Risikos an COVID zu versterben. Allerdings waren für einen tödlichen Verlauf andere Risikofaktoren, allen voran das Alter der Betroffenen, relevanter.

Interessant sind Kollateraleffekte wie die Reduktion von COPD-Exazerbationen während der Pandemiezeit. Untersuchungen zur Sterblichkeit an COPD während des „Lockdowns“ zeigten keinen Anstieg.

Bernd Lamprecht hielt einen sehr klaren Vortrag zu den Anforderungen verschiedener Inhalationssysteme. Bedingungen, welche in der Auswahl für ein Dosieraerosol und eine Vorschaltkammer oder alternativ für ein Pulverinhalationssystem vom jeweiligen Patienten/Patientin erfüllt sein müssen um eine ausreichende Deposition des Wirkstoffes zu gewährleisten wurden durchbesprochen. Ausreichendes Training und Üben in der Handhabung sind essentiell, Komorbiditäten, kognitive Funktion und v.a. auch die Zufriedenheit des einzelnen mit seinem Device sind zu berücksichtigen.

Karin Schmid-Scherzer brachte eine Übersicht zur heute verfügbaren Therapie bei Alpha-1-Antitrypsin Mangel inklusive der heute auch möglichen Selbstmedikation der Substitutionstherapie. Sie betonte die Wichtigkeit der Detektion dieser Erkrankung in der österreichischen Bevölkerung. Derzeit sind 380 Betroffene im Register bekannt, die Zahl Betroffener wird aber auf 800 bis 2000 geschätzt. Immer noch dauert es im Durchschnitt 7 Jahre bis die Diagnose feststeht.

 

„Focus on minimally invasive thoracic surgery“

Jörg Lindenmann von der Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie der Medizinischen Universität Graz moderierte diese englischsprachige Session, welche die verschiedenen Facetten im Bereich der minimalinvasiven Thoraxchirurgie aufzeigte.

Als erfahrene Thoraxchirurgin auf dem Gebiet der Roboterchirurgie (RATS) gab Giulia Veronesi von der Vita-Salute San Raffaele Universität in Mailand einen detaillierten Überblick über die Möglichkeiten von RATS in der chirurgischen Therapie des lokal fortgeschrittenen induzierten NSCLC. Mit Hilfe von Operationsvideos und rezenter Literatur zeigte sie eindrucksvoll die Vorteile von RATS in Bezug auf konventionelle Operationstechniken und VATS auf und erläuterte abschließend auch die vielversprechenden Zukunftsaussichten der RATS.

Rene Horsleben Petersen vom Universitätsspital Rigshospitalet in Kopenhagen gilt als einer der Pioniere der VATS-Lobektomie in Europa, brachte nun im Rahmen seines Vortrages aufgrund der zahlreichen Operationsvideos, kombiniert mit nationalen und internationalen Studiendaten, einen exzellenten Überblick über komplexe VATS-Segmentektomien. Im Zuge seiner Ausführungen wurde die thorakoskopische Segmentresektion, unterstützt durch die ICG-Technik, als eine, der Lobektomie ebenbürtigen chirurgische Alternative bei Patienten mit NSCLC-Frühstadium und signifikant reduzierter Lungenfunktion, hervorgehoben.

Abschließend berichtete Johannes Bodner vom Klinikum Bogenhausen in München über seine ersten Erfahrungen auf dem Gebiet der „Non-intubated VATS (NIVATS)“. Diese relativ neue und noch selten angewandte chirurgische Technik der anatomischen Lungenresektion findet vor allem bei Patienten mit einem erhöhten präoperativen Risikoprofil Anwendung. Sehr ausführlich wurden die Vor- und Nachteile dieser sehr außergewöhnlichen, aber chirurgisch und anästhesiologisch umso anspruchsvolleren chirurgischen Resektionstechnik dargelegt.


Fortschritte in der Onkologie


In der Session „Fortschritte in der Onkologie“ unter dem Vorsitz von Romana Wass berichtete Herbert Watzke über palliative Therapie des Bronchuskarzinoms. Bereits seit langem findet ein Umdenken Richtung selbstbestimmter, individualisierter und entscheidungsfindender Medizin statt. Und nicht die reine Überlebenszeit, sondern viel mehr die Qualität des Lebens stellt für die Patienten einen entscheidenden Faktor dar. Überraschender Weise konnten in rezente Studien gezeigt werden (u.a. JS Temel et al 2010 NEJM), dass PatientInnen mit fortgeschrittenem Bronchialkarzinom und früher palliativmedizinscher Einbindung, im 3-Jahres follow-up nicht nur eine höhere Lebensqualität und weniger aggressive Therapien am Lebensende sondern sogar ein signifikant längeres Überleben aufwiesen, als Patienten, die keine palliativmedizinische Therapie erhielten. Sie wurden häufiger über Diagnose und Prognose aufgeklärt und in Therapiefindung einbezogen. Auch in Sachen Performance status (ADL [activity in daily living]) wird deutlich, dass Tumorpatienten am Ende ihres Lebens deutlich abhängiger von Pflege sind als chronisch Kranke am Lebensende. Daher plädiert Herbert Watzle für eine offene Kommunikation und end-of-life discussion mit Patienten zu führen. Dies nimmt ihnen die Angst, jedoch nicht die Hoffnung und kann sogar ihr Leben verlängern. Dies rührt, nicht zuletzt auch dazu, dass Palliativmedizin nicht nur die Lebensqualität erhöht, sondern auch die sonst deutlich erhöhte Suizidrate bei NSCLC reduziert.

Eva Masel
referiert im Anschluss mit liebevollen Details über die optimale Schmerztherapie in der Onkologie und schafft so eine lebendige Atmosphäre. Mit den Worten „was ist die richtige Therapie? Die Therapie die unseren Patienten hilft“ eröffnet sie ihren Vortrag und zeigt dabei die Bedeutung der individualisierten Medizin, gerade bei onkologischen Patienten auf. Natürlich werden heutzutage Schmerzpatienten nicht mehr mit einem Gin/Chloroform/Heroin Mix wie es Mitte des 20. Jahrhunderts noch üblich war therapiert, dennoch gibt es in Sachen optimaler Schmerztherapie noch Nachholbedarf. Denn neben dem uns allen gut bekannten WHO-Stufenschema, welches uns Eva Masel mit praxisrelevanten Beispielen veranschaulicht, gibt es eben auch andere Formenkreise von Schmerzen, wie noziplastischen Schmerz oder neuropathischen Schmerz. Diese gilt es bei fehlendem Therapieansprechen zu detektieren und je nach Genese auch multimodal zu behandeln. Auch Antidepressive können eine additiv eingesetzt werden. Am Ende des Vortrags ist eines der Vortragenden besonders wichtig. Eine Dauertherapie mit Diclofenac sei in Hinblick auf zahlreiche GI-Komplikationen und damit verbundene erhöhte Morbidität keine Option. Knochenschmerzen seien indes häufig am effektivsten mit einer meist einmaligen Bestrahlung gut in den Griff zu bekommen.

Abgerundet wurde diese Session mit den aktuellen Leitlinien zu Aktivität, Training und Sport in der onkologischen Rehabilitation von Joachim Wiskemann. Auch wenn die Details in den Studien noch unterschiedlich sind, konnten doch alle belegen, dass Training zu einer Verbesserung der Lebensqualität von onkologischen Patienten unabhängig vom Fortschritt führte. Besonders 3 Trainingseinheiten/Woche und mit Auslastung von 60-85% der maximalen Herzfrequenz konnten solide Ergebnisse erzielen. Besonders im peri-Chemotherapie-Setting leiden Patienten häufig unter Fatique, was die Lebensqualität stark beeinträchtigt. Viele randomisierte Studien konnten zeigen, dass jeder Patient von Bewegungstherapie profitiert. Zwar war die Art der Bewegungstherapie nicht bei jedem Symptom gleich. So half offenbar bei Ängstlichkeit und Depressivität eher Ausdauertraining, wohingegen bei Neuropathien eine Kombination aus Gleichgewicht, Motorik und Vibration Erfolge erzielten. Krafttraining und Bewegung im Wasser zeigt sich bei PatientInnen mit Lymphödemen als sicher, ein Effekt muss noch untersucht werden. In der Rehabilitation ist Bewegungstherapie jedenfalls effektiv, künftige Studien werden zeigen, ob die Bewegungstherapie bei der Symptombehandlung von onkologischen PatientInnen in der Prävention auch einen Wert hat.

 

Tag 2

„Early integration“ in der palliativen Versorgung von Nicht-Tumorpatienten

Helmut Täubl aus Hochzirl-Natters, Leiter der Arbeitsgruppe Pneumologische Krankenpflege der ÖGP, führte durch ein von ihm erstelltes wichtiges Themengebiet: „Early integration“ in der palliativen Versorgung von Nicht-Tumorpatienten. Dabei begann Christian Roden, als Intensivmediziner und Anästhesist im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried tätig, aus seiner langjährigen Erfahrung in Palliativmedizin den Vortragsreigen. Vorbeugen und Lindern von Leiden bei lebensbedrohlichen Erkrankungen, die unheilbar sind (60% onkologisch aber auch 40% nichtonkologische Ursachen) ist vorrangige Aufgabe von Palliativmedizin. Die Symptomkontrolle unter Einbeziehung des persönlichen und sozialen Umfeldes zum Ziel von Lebensqualitätssteigerung zählt dazu. Allgemeine Indikationen sind: anhaltenden Symptomen trotz optimaler Therapie der Grunderkrankung, zunehmende Verschlechterung und fehlendes Verbesserungspotential, mehrfach ungeplante KH Einweisungen, fortschreitender Gewichtsverlust (Kachexie) und Wunsch von Angehörigen bzw. Unterstützungsbedarf. Ein Überblick der Versorgung in Österreich zeigt, dass 80% über den Akutbereich versorgt werden können und 20% über spezialisierte Hospizversorgung. Palliativkonsiliardienste, mobile Palliativteams, Palliativstationen, stationäres Hospiz und Tageshospiz sind bestehende Angebote. Österreich verfügt über 43 Palliativstationen, 61 Konsiliareinheiten, über 60 mobile Palliativ- und 172 Hospizteams. So können fortgeschrittene chronische Lungenerkrankungen mit Atemnot in Ruhe/bei geringer körperl. Belastung, Sauerstofftherapie wegen Hypoxämie oder Zustand nach Lungenversagen, wenn erneute Beatmung nicht erfolgversprechend ist, eine Indikation in der Pneumologie darstellen. Mögliche nächste Schritte sind dabei: Überprüfung von medikamentösen und nicht medikamentösen Therapien zur Versorgungsoptimierung und Vermeidung von Polypharmazie, Klärung der Therapieziele bzw. der Versorgungsplanung mit dem betroffenen Patienten und seinen Angehörigen. Bessere Lebensqualität und längere Überlebensrate, sowie geringere Kosten und weniger Intensivaufenthalte, weniger aggressive Therapie am Lebensende, bessere Symptomkontrolle, Miteinbeziehen in Therapiezieländerungen sind klar dokumentierte Vorteile die bestens publiziert sind. In der „end of life dicussion“ geht es darum was will, wollte der die Patient/Patientin, gibt es eine Patientenverfügung, Stellvertreterinstrumente. Eine Auseinandersetzung mit „Indikation“ zum Ziel der Therapiezieldiskussion soll geführt werden. Die Palliativmedizin versteht sich als Brücke zwischen Indikation und Therapie sowie Autonomie des Patienten.

Im zweiten Referat erläuterte Frau DGKP Elke Braun vom Krankenhaus Hochegg in Niederösterreich sehr anschaulich das frühzeitige Einbeziehen palliativer Pflege in die Versorgung chronisch Kranker. Individuelle Pflege-, Behandlungs- und Betreuungskonzepte in der letzten Lebensphase, quasi wie ein schützender Mantel (=pallium) um den Kranken bzw. die Kranke, in einer Haltung von menschlicher Wärme und Einfühlsamkeit, machen „palliative care“ aus. Frühzeitige und routinemäßige Einbeziehung in die kurative Behandlungssituation verbessert Lebensqualität und Lebensdauer. Lindern von Symptomen bejaht das Leben und sieht Sterben als einen Prozess. Das beinhaltet bei Patienten und Patientinnen mit weit fortgeschrittener COPD das Dyspnoe-management in Form von Atemtherapie, eine ganz spezielle Diätberatung, psychologische Gesprächsführung und Musiktherapie ebenso wie Angehörigenberatung. Pflegende, Ärzte, Therapeuten, Ehrenamtliche im multiprofessionellen Team, mit dem Auftrag sich auch auszutauschen bzw. zu kommunizieren, haben sich bewährt. Zu den Therapeuten zählen Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Diätologen, Psychologen, Seelsorger, Sozialarbeiter, Musiktherapeuten u a. Eine Basisausbildung in „Palliative care“ und spezielle Fortbildungen sind im Pflegeberuf implementiert. Die Kommunikation ist gerade mit dem Kranken der wesentlichste Bestandteil von palliativer Pflege, wertschätzende Begegnung als Teil des Heilungsgeschehens und frühzeitige offene Aufklärungsarbeit, inklusive Enttabuisierung von Sterben und Tod in Aufklärungsgesprächen. Die Beratungskompetenz von Pflege beginnt mit dem Feststellen des aktuellen Pflegebedarfs einer daraus resultierender Analyse und Durchführung präventiver und gesundheitsfördernder Maßnahmen. Dazu gehört die Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Personen und ihren Angehörigen. Frau Braun schließt ihren Vortrag mit dem Satz von Cicely Saunders: „Wenn nichts mehr zu machen ist, ist noch viel zu tun“.

Das dritte Referat dieser Sitzung zum Thema „Early Integration des Palliativkonzepts aus Sicht der Physiotherapie“ hielt der Physiotherapeut Rainer Simader aus Wien, als Leiter im Bildungswesen des Dachverbands Hospiz Österreich als auch als Leiter der Vertiefungsstufe Palliative Care für Medizinisch- therapeutische Berufe desselben Universitätslehrganges, dazu sicher prädestiniert. Auch er zitiert Cicely Saunders: „Die Arbeit des professionellen Teams…ist, dass wir alles tun, dem Patienten “Leben“ zu ermöglichen, bevor er stirbt“. -unter Berücksichtigung seines maximalen Potentials, den Grenzen seiner körperlichen und psychischen Möglichkeiten und der Selbstkontrolle und Unabhängigkeit, wann immer auch möglich“. Aus Sicht von Palliativpatienten/innen ist die körperliche Kondition und Funktion eine wichtige Determinante ihrer Lebensqualität. Angst vor unkontrollierbaren Symptomen, Verlust an körperlicher Funktion und Angst anderen zur Last zu fallen zählen zu den größten Ängsten und Sorgen! Mobil zu bleiben stärkt die psychische und physische Identität, stärkt Selbstbewusstsein und kann depressive Phasen verkürzen oder eliminieren. Im Allgemeinen erhalten Patientinnen zu selten und zu spät Informationen zu und über rehabilitative Angebote. Das WHO Modell der ICF (Internationale Klassifizierung von Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) dient der Erarbeitung von Zielen im Verlauf einer Erkrankung und zwar schon von Beginn weg im Sinn einer Vorbeugung / Linderung von Therapienebenwirkungen, Stressmanagement, Angstreduktion, Einsatz rehabilitativer Konzepte, Kraft-, Ausdauertraining, Symptomkontrolle und mehr. Symptomkontrolle und Selbständigkeit so lange wie möglich zu erhalten bzw. bei Verlusten bestmöglich zu begleiten ist die Zielsetzung dieses Konzepts. Angst-Vermeidungs-Denken-Verhaltensmuster zu durchbrechen ist durch frühe Integration von palliativer Pflege und Physiotherapie heute möglich. Früh im Krankheitsverlauf kann Befähigung statt Versorgung im Vordergrund stehen, können Ziele bezüglich Aktivität, Selbständigkeit und Partizipation besser erreicht werden. Zuletzt wies Rainer Simader auch auf ein am 15. Oktober 2021 erscheinendes Buch mit seiner Koautorenschaft  zum Thema „Physiotherapie in der Palliative Care. Rehabilitation am Lebensende“ hin.

 

„Georg Salzer- Sitzung“ der Österreichischen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (OGTC)

Elisabeth Stubenberger von der Klinischen Abteilung für Allgemein- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikum Krems und Jörg Lindenmann von der Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie der Medizinischen Universität Graz moderierten in ihren Funktionen als Präsidentin bzw. Kongress-Sekretär der OGTC diese wissenschaftliche Sitzung, welche zweifelsohne den Höhepunkt der OGTC im Rahmen dieses gemeinsamen Kongresses darstellt. 

Das Ziel der OGTC war es auch heuer wieder, engagierten wissenschaftlich tätigen Thoraxchirurg*innen mit dieser Sitzungsreihe ein Forum zu bieten, in dem die eigenen wissenschaftlichen Publikationen im Zuge einer kurzen Präsentation vorgestellt, anschließend gemeinsam diskutiert werden, und die beste Publikation letztendlich prämiert wird.  Diese mit € 1.500,– dotierte wissenschaftliche Auszeichnung der OGTC wird unter den besten eingereichten und bereits in wissenschaftlichen Fachjournalen publizierten Arbeiten aus den Bereichen der klinischen Forschung und der Grundlagenforschung vergeben.

Eine unabhängige Fachjury bewertete den wissenschaftlichen Wert der Publikation, die Relevanz und Durchführung der Untersuchung und auch die persönliche Präsentation der einzelnen Kandidat*innen.

Aufgrund der Tatsache, dass im Vorjahr durch die virtuelle Kongress- Gestaltung dieses Format erstmals ausgesetzt worden war, wurde die Preisverleihung für das Jahr 2020 heuer nachgeholt. Aus diesem Grunde wurden heuer sowohl der „Georg Salzer Preis“ für das Jahr 2020, als auch für das Jahr 2021 unter den folgenden sechs Bewerber*innen vergeben:

Cäcilia Augustin konnte mit ihrer anatomisch-chirurgischen Studie „Nerve at risk: anatomical variations of the left recurrent laryngeal nerve and implications for thoracic surgeons“ klinisch-relevante Hilfestellung geben, um eine iatrogene Schädigung des linksseitigen N. laryngeus recurrens im Rahmen der mediastinalen Lymphknotendissektion a priori zu verhindern.

Alberto Benazzo zeigte mit seiner prospektiven Multicenter-Analyse „Donor ventilation parameters as predictors for length of mechanical ventilation after lung transplantation: Results of a prospective multicenter study“, dass die dynamische Lungencompliance einen wesentlichen Einfluss auf die Funktionalität und das Überleben des transplantierten Organs hat.

Stefan Schwarz demonstrierte anhand der retrospektiven Singlecenter-Analyse „Lung transplantation for pulmonary hypertension with giant pulmonary artery aneurysm“, dass Patienten mit pulmonal-arteriellem Hypertonus und konsekutivem Aneurysma des Truncus pulmonalis von einer Doppellungen-Transplantation deutlich mehr profitieren als von einer kombinierten Herz-Lungen-Transplantation.

Anna Elisabeth Frick bestätigte im Rahmen ihrer retrospektiven Multicenter- Analyse  „Lung transplantation for acute respiratory distress syndrome: A multicenter experience“, dass die Lungentransplantation in selektionierten Fällen von akutem Lungenversagen mit sehr guten Ergebnissen verbunden ist.

Thomas Klikovits konnte mit seiner retrospektiven Multicenter- Analyse „Prognostic impact of PD-1 and PD-L1 expression in malignant pleural mesothelioma: an international multicenter study“ eindeutig bestätigen, dass eine hohe PD-L1-Expression beim Malignen Pleuramesotheliom ein signifikanter schlechter prognostischer Faktor für das Gesamtüberleben darstellt.

Florian Ponholzer konnte mit seiner Single-Center-Untersuchung „Delay to surgical treatment in lung cancer patients and its impact on survival in a video-assisted thoracoscopic lobectomy cohort“ nachweisen, dass eine zeitliche Verzögerung in der Diagnostik von NSCLC-Frühkarzinomen mit einem signifikant schlechteren Outcome verbunden ist.

Nach Beendigung der Präsentation dieser sechs hervorragenden wissenschaftlichen Arbeiten, gefolgt von einer anregenden Diskussion, wurde der „Georg Salzer Preis“ für das Jahr 2020 an Cäcilia Augustin und für das Jahr 2021 an Anna Elisabeth Frick vergeben.

Die OGTC gratuliert den beiden Gewinnerinnen sehr herzlich!

 

Trends in der Schlafmedizin

Den Auftakt in der Sitzung „Trends in der Schlafmedizin“ machte Sabin Handzhiev, der auch Vorsitzender der Sitzung war, mit dem Thema Polysomnographie bei obstruktiver Schlafapnoe. Dabei wurde über die Wichtigkeit der Anamnese und Polygraphie, die bei eindeutigen Ergebnissen nicht unbedingt mehr eine Polysomnographie notwendig macht. Anschließend wurden Daten über die große Zufriedenheit der Patienten mit der Überdrucktherapie gezeigt. Er gab auch einen Ausblick der Überdruckbeatmung und der Redner sieht die Zukunft in der Telemedizin.

Rainer Popovic referierte über die Phänotypisierung und neue Therapieansätze bei obstruktiver Schlafapnoe. Dabei zeigt er anhand publizierter Arbeiten auf die zumeist heterogene Natur, die eine obstruktive Schlafapnoe auslösen können, und die künftig unser therapeutisches Verhalten beeinflussen wird. Auch verschiedenste Therapieansätze mit unterschiedlichen Therapiezielen wurden beleuchtet, und dabei auch auf weniger erfolgreiche Substanzgruppen, wie beispielsweise Benzodiazepine eingegangen. Trazodon hingegen konnte in einer Studie (mit kleiner Fallzahl) hingegen eine Reduktion u.a. des AHI bewirken. Besonderes Augenmerk wurde in dem Vortrag auf eine neue Substanz gelegt, die bei Schlafapnoe-Patienten mit residualer Tagesschläfrigkeit trotz effizienter Beatmungstherapie zum Einsatz kommt. Es ist jedoch festzuhalten, dass diese Substanzen noch nicht in die klinische Praxis übernommen wurden.

Anna Heidbrecher gab eine Zusammenfassung über bisherigen Erkenntnisse der Insomnie. Anschließend geht die Rednerin auf die Pathomechanismen ein, wo prädisponierende Faktoren, wie genetische Prädisposition und Persönlichkeitsstrukturen eine Rolle spielen, aber auch auslösende und aufrechterhaltende Faktoren. Die Insomnie ist ein Risikofaktor für viele Erkrankungen. Mittel der ersten Wahl ist eine kognitive Verhaltenstherapie, medikamentöse Therapie sollten nur in Ausnahmefällen unterstützend vorrübergehend eingesetzt werden.

 

Orale Poster-Präsentation

In der zweiten Session konnten die diesjährigen PosterpreisgewinnerInnen ihre Projekte vorstellen, anschließend diskutieren. Moderiert wurde die Sitzung von Professor Horst Olschewski. Von den eingereichten Abstracts aus dem Bereich der Grundlagenforschung konnten sich Elisabeth Fließer, Miklós Lengyel und Irina Robinson konnten sich gegen ihre Konkurrenten durchsetzen. Aus dem Bereich der klinischen Forschung machten Tessa Schneeberger, Tobias Meischl und Teresa Dolze das Rennen! Herzliche Gratulation!

 

Die neue S3 Leitlinie Ambulant erworbene Pneumonie

Martin Kolditz eröffnete enthusiastisch diese Session mit seinem Vortrag „Diagnostik, Schweregradbestimmung, Monotoring der CAP“. Die Relevanz von kardiovaskulären Biomarkern, die die Notwendigkeit einer intensivierten kardiovaskulären Überwachung bei Patienten mit CAP unabhängig des Schweregrads der Pneumonie anzeigten, wurde diskutiert. Als Neuheiten in der Überwachung dieser Patienten mit erhöhtem Risiko wurden neben Vitalparameter und Organdysfunktionen insbesondere auch die Oxygenierung genannt, die regelmäßig bis zur klinischen Stabilität reevaluiert, ärztlich angepasst und überwacht werden sollen. In Sachen Erregernachweis, gab es keine großen Unterschiede außer tendenziell weniger Pneumokokken (vermutlich durch Impfung) und etwas mehr Hämophilus influenca Infektionen. In der neuen Leitlinie wurde auch die Position für den Pneumokokken Antigentest im Urin gestärkt bei moderater Empfehlung. Bezüglich Covid-19 wurde die PCR Diagnostik bei epidemiologischen Hinweisen empfohlen. Abschließend wurde auf die Neudefinition der HAP (und der individuellen Risikostratifizierung) in den Guidelines verwiesen.

Mathias Petz referierte über die antibiotische Therapie der CAP mit besonderem Augenmerk auf die Neuerungen. Zu Beginn gab er einen Überblick über das Erregerspektrum zur kalkulierten Antibiotikatherapie und der gezielten Antibiotikatherapie und Eskalation. Leider gelingt nur in  der Patienten trotz maximaler mikrobiologischer Diagnostik ein Erregernachweis, zumeist sind es dann Pneumokokken, Hämophilus influenzae, Mycoplasmen, Influenza-Viren und SARS-Cov2. Zur Einleitung einer kalkulierten Antibiose muss zwischen typischen Erreger wie Pneumokokken, Hämophilus influenzae, Staphylococcus aureus oder Enterobakterien und atypischen Erregern wie Mycoplasmen, Legionellen oder Chlamydien unterschieden werden. Bei ersterem greifen nämlich die Beta-Laktam-Antibiotika bei atypischen Erregern nicht. Generell gilt Antibiotika sparen oder so schmal wie möglich einsetzen.

Abschließend referierte Holger Flick über die Komplikationen und supportive Therapie der CAP anhand der S3 Leitlinie 2021. Besonders wurde die Diagnostik und das klinische Management von Lungenabszessen und Pleura-Empyemen beleuchtet. Verschiedenste Antibiotika wurden vorgestellt und die Therapie der Ursache betont. In Sachen supportive Therapie wird die frühe Mobilisierung empfohlen. Bei Patienten mit vorbestehender KHK, pAVK oder nach Schlaganfall, gibt es eine Empfehlung Acetylsalizylsäule einzuleiten, um kardiovaskuläre Ereignisse zu vermeiden. Bei Rauchern, Diabetikern und arteriellen Hypertonikern kann Acetylsalizylsäule für kurzen Zeitraum erwogen werden. Systemische Corticosteroide werden bei PatientInnen mit Pneumonie und zusätzlicher Obstruktion (Asthma/COPD) empfohlen, weiters bei solchen, die sich im septischen Schock trotz Volumentherapie nicht stabilisieren (moderate Empfehlung) und bei schweren Covid-19 Pneumonien mit vermehrten Sauerstoffbedarf (hohe Evidenz). Dagegen besteht bei Influenzapneumonie keine Empfehlung für Corticosteroide aufgrund von möglicherweise erhöhter Letalität in den Daten. Als offene Empfehlung sprechen die Leitlinien für Tocilizumab aus bei Covid-19 Pneumonien, die sich trotz Dexametason weiter verschlechtern, aber noch nicht invasiv beatmet werden müssen. In Sachen Thromboseprophylaxe wird in der S3 CAP Leitlinie keine klare Empfehlung ausgesprochen, hingegen bei hospitalisierte Covid-19-Patienten wird eine offene Empfehlung zur intensivierten Prophylaxe ausgesprochen. Die Kollegen aus Großbritannien empfehlen sogar eine therapeutische Antikoagulation.

 

Erkrankungen durch Schimmelpilze

Ernst Eber aus Graz führte durch diese den Schimmelpilzen gewidmete Sitzung, in der zunächst die Grundlagen der Mykologie von Walter Buzina aus Graz erklärt wurden, danach gab Bernhard Brenner aus München einen Überblick zu Schimmelpilzen in Innenräumen und ihre mögliche Bedeutung für eine Gesundheitsbeeinträchtigung aus Sicht des Umwelthygienikers. Zuletzt folgte eine Übersicht zu invasiven Pilzinfektionen durch den pädiatrische Infektiologe Volker Strenger.

Walter Buzina erläuterte dass es etwa 675 seit 1840 für den Menschen pathogene Pilze gibt, sowie dass insgesamt geschätzt 2,2 bis 3,8 Millionen Arten existieren dürften und an die 120.000 Arten bisher beschrieben sind. Im Unterschied zu Bakterien haben Pilze einen Zellkern und mehr als ein Chromosom, sowie Steroide in der Plasmamembran. Im Gegensatz zu Pflanzen sind sie auf Nahrung von außen angewiesen. Die Steroide (Ergosterol) und Chitin und Glukane in der Zellwand sind Angriffspunkte von Antimykotika. Organische Kohlenstoffquellen, Sauerstoff, Stickstoffverbindungen und Vitamine werden von ihnen benötigt und für den Menschen sind die mesophilen in 31 bis 40° lebenden Arten von Bedeutung. Für uns Pneumologen bedeutsame Schimmelpilze und Dermatophyten (dermatologische Erkrankungen) sind Hyphen bzw. Fadenpilze, bilden also Hyphen und ein Myzel im Gegensatz zu den auch bei immunsupprimierten möglich pathogenen Pilzen, den sogenannten Spross- bzw. Hefepilze, welche aus Sprosszellen (Blastosporen) bestehen und kein Geflecht bilden. Pilzinfektionen durch Schimmelpilze und Sprosspilze sind also opportunistische Erreger und damit auch als z.B. Aspergillom, Gehörgangsmykosen u.v. mehr von Bedeutung aber auch Allergien und hypersensitive Reaktionen auf Pilze sind gut bekannt chronische Sinusitis, ABPA, allergisches Asthma. Irritationen, toxische Reaktionen (organic dust toxic syndrom), Mykotoxine in Nahrungs- und Futtermitteln von Bedeutung.

Im zweiten Vortrag erklärte Herr Brenner, dass Schimmelpilze und deren Sporen sowie Mykotoxine über Bioaerosole in der Luft weit verbreitet sind. Über Feuchtigkeit in Innenräumen (Besiedelung auf feuchten Bauteilen), Lebensmittelabfälle und Blumentöpfe breiten sich Pilze in Innenräumen aus. Wärmebrücken beim Einbau neuer Fenster in alte Wohnsubstanz können bei unverändertem Lüftungsverhalten zu Problemen mit Schimmel führen. Wichtig ist zu betonen, dass die Empfindlichkeit einzelner Personen auf unterschiedliche Schimmelpilzkonzentrationen in Innenräumen sehr verschieden sein kann, Verstärkung von Symptomen bei Asthma im Zusammenhang mit starkem Schimmelbefallenen in Innenräumen sind bekannt, ebenso wie bei Patienten mit CF. Reizwirkungen sind bei exponierten Personen über 10 hoch 3 Sporen / m hoch 3 am Arbeitsplatz aber auch in „normal“ genutzten Innenräumen möglich (Hals-und Nasenschleimhautreizung, Husten, Augenreizung, Kopfschmerz, Müdigkeit aber auch Symptome durch Geruchswahrnehmung). Die Expositions-Wirkungsbeziehung ist nicht quantifizierbar. Eine AWMF Schimmelpilzleitlinie „Schimmelpilzexposition in Innerräumen „ Nr 161/001 ist zur Verfügung. Sichtbarer Schimmelbefall kann nach Befall der Fläche quantifiziert werden, Messungen von Bioaerosolbefall durch Pilze haben meist keinen Sinn. In erster Linie ist es Aufklärung der vulnerablen PatientInnen (CF, Asthma, Immunsupprimierte).

Im dritten Vortrag gab uns Volker Strenger einen Überblick in die Thematik der invasiven Pilzerkrankungen, die v.a. immunsupprimierte Personen erleiden (Hämato-onkologische Pat., HIV, unter Biologika stehende Personen). Zwei Beispiele eines ausgeprägten pulmonalen Befalls, einmal ein 5 jähriger mit Actinomucor elegans und ein schwerer Befall mit Rhizomucor miehei bei einer 17 jährigen unter ALL Therapie stehenden Patientin stellen Extremfälle dar. Humanpathogen sind v.a. Aspergillus fumigatus,-niger,-terreus, Fusarium, und  Zygomyceten wozu auch Rhizomucor miehei zählt. Zu pathogenen Sprosspilzen zählen Candida arten, Cryptococcus neoformans, Pneumocystis jiroveci. Dabei vermehren sich Schimmelpilze als mehrzellige Pilze und Sporenbildner in erster Linie in „Hohlräumen“ somit Lunge und Nasennebenhöhlen. Dagegen neigen Sprosspilze also Hefepilze eher zu Fungämien aber auch Abszessbildungen in der Lunge kommen vor. Über 10% der Patienten mit AML, high risk ALL, ALL Rezidive, allo -HSCT Patienten variabel bei ALL (<5-10%) < 5% bei NHL, nach autoHSCT sporadisch bei soliden Tumoren, Hodkin-Lymphom. Neutropenie unter 500 ANC über 10 Tage, längerer Glukokortokoidgebrauch u.a. sind bekannte Risikofaktoren. Dilemma der Diagnostik ist, Pilze sind schwer zu kultivieren, kommen überall vor und am sichersten ist die histologische Gewebediagnostik, welche aber am individuellen Patienten nicht immer ohne größeres Risiko für den Betroffenen durchführbar ist. Wirtsfaktorkriterien und klinische Diagnostik mit typischen z.B. CT Befunden sind oft schon für einen Therapiebeginn als „propable ILD“ ausreichend und nicht immer sind mykologische Kriterien wie direkter Nachweis aus sterilem Material (BAL) oder indirekter Nachweis („Pilzmarker“) oder eine positive Histologie gewinnbar.

 

CF Update

Die Sitzung CF-Update wurde von Frau Marlies Wagner, Leiterin der AG Kardiorespiratorische Physiotherapie moderiert. Zunächst gab Ernst Eber einen klaren Überblick zum aktuellen Stand der Modulatorentherapie bei CF und die tollen Effekte auf die Lungenfunktion bzw. den Abfall der Schweißelektrolytwerte. Der wesentlichste Fortschritt ist, dass durch zwei Korrektoren mit einem Potentiator gemeinsam bei den F508del homozygoten aber auch bei den compound heterozygoten PatientInnen mit nur einer F508del-Mutation und einer zweiten „minimal function“ Mutation eine Behandlung möglich ist. Das neue Medikament „Kaftrio mit Kalydeco“ führt zu Verbesserungen der Lungenfunktion um 10-14% in der FEV1, ein Abfall der SE-Werte meist sehr deutlich unter 60 mmol/l und eine klare Reduktion von Exazerbationen bei den Betroffenen haben zu einer fantastischen Reduktion des Krankheitsgeschehens beigetragen. Schon sind auch Studien zu 6 bis 11- jährigen PatientInnen vorliegend. Damit gibt es für 85% betroffener CF PatientInnen eine Behandlung, die am Grunddefekt, der Erhöhung der Anzahl und der Verbesserung der Öffnungsfunktion des CFTR Proteins für Chlorid und Bikarbonat ansetzt.

Im zweiten Referat beschäftigte sich Jochen Mainz vom Klinikum Brandenburg mit Therapieadhärenz und konnte eindrucksvoll zeigen dass Therapietreue dann am besten entsteht wenn sich Patient und Arzt auf gemeinsam definierte Therapieziele einigen.

Neuere Methoden des Adhärenzmonitorings stehen zur Verfügung, lösen aber nicht das Grundproblem einer an sich aufwendigen Therapie bei CF. Sicher tragen die neuen Modulatormedikamente (welche aber auch regelmäßig genommen werden müssen) zu einer deutlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes der kommenden Patienten bei.

Im dritten Vortrag ging Helmut Elemunter auf die durch die neue Modulatoren-therapie erreichbaren Verbesserungen im gesamten Gastrointestinaltrakt ein. Leber (Gallengangsepithelzellen) Gallenblase und deren Epithelzellen, im Pankreas die Kanalzellen aber auch die Insulin-sezernierenden Beta Zellen, Ösophagus- Magen-Dünndarm und Dickdarm -Epithelzellen besonders die Epithelzellen an den Basen der Krypten exprimieren somit deutlich mehr funktionsfähige CFTR-Proteine. Das führt zu Verbessrungen des Ph- wertes im Magen und Duodenum und somit zu einer Verbesserung der Pankreasenzymwirkung, auch kommt es bei frühem Einsatz in den ersten Lebensjahren auch zur Aktivierung einzelner Acini in der Bauchspeicheldrüse (offensichtlich doch nicht alles bei den Pankreasinsuffizienz-mutationen gänzlich zerstört) und einem Anstieg der fäkalen Elastase über den Schwellenwert von 200. Manchmal kann damit sogar die Pankreasenzymersatztherapie beendet werden. Die Steatose der Leber ist rückläufig, Darmmotilität bessert sich, die Dysbiose wird positiv beeinflusst. Auch bei sogenannten Pankreassuffizienz-Formen von CF, welche unter wiederholten Episoden von akuter Pankreatitis leiden, kann bei Anwendung der modernen Modulatorentherapie die Anzahl der Episoden deutlich gesenkt werden. Auch in Bezug auf die Ernährung ergeben sich wichtige Änderungen in der Empfehlung, da durch die optimierte Verdauungsleistung das Paradigma der hochkalorischen fettreichen Ernährung zu Übergewicht führen würde. Insgesamt ergab die Sitzung eine schönen Überblick zur aktuellen Therapieentwicklung bei CF.

 

Tag 3

Update Tabakrauch und Nikotin

Update Tabakrauch und Nikotin war eine sehr informative Session, welche von Angela Zacharasiewicz moderiert wurde. Frau Claudia Bauer-Kemeny aus Heidelberg brachte aktuelle Daten zu Tabakerhitzern, welche weltweit populärer werden und die Zielgruppe junger Menschen besonders betreffen. Wichtig ist die Evidenz aus unabhängigen Studien zu betrachten und da scheint die Schädigung des Bronchialepithels verursacht durch oxidativen Stress, Entzündung, Infektion und Umbau der Atemwege bestätigt, ebenso wie eine verminderte Funktion der Blutgefäße vergleichbar dem Zigarettenrauchen. Weiters sagt ein Überblick der ERS dass eine Beeinträchtigung der arteriellen flussvermittelten Dilatation besteht. Die Gefahr von heated tobacco products (IQOS) sprich Tabakerhitzern besteht darin, dass sie junge Menschen zum Rauchen hinführen, sie verleiten zum Dualrauchverhalten (Raucher nutzen sie wo man nicht rauchen darf), machen Rauchen wieder gesellschaftsfähig! Manfred Neuberger aus Wien widmete sich dem Thema orale Nikotinzufuhr. Tabakbeutel mit Nikotin z.B. Skruf sind zunehmend bei Jugendlichen populär und erzeugen hohe Nikotinspiegel. Der Vorteil dass keine Passivrauchbelastung besteht und das kein Rauch inhaliert wird ist zwar evident, Gesundheitsschäden sind aber offensichtlich. Schon aus Schweden und den USA gibt es Studien zu oralem Krebs sowie Pankreas -und Ösophaguskarzinomen. Im Vergleich zum „schwedischen Snus“ ist weniger Formaldehyd, Acetaldehyd und Schwermetalle aber mehr Nikotin in Skruf! Besonders perfid ist auch die Werbung dafür im Zusammenhang mit Spitzensport! Noch gibt es kein Werbeverbot dafür! Beunruhigend dass Philipp Morris 2021 das dänische Pharmaunternehmen Fertin Pharma (Nikotinkaugummi, Kannabinoide..) kaufte, ebenso wie das britische Vectura unternehmen (produziert inhalative Medikamente für Novartis und Glaxo Smith Kline, etc..). Höhere Besteuerung von Tabakprodukten und Nikotin bzw. Tabakwaren per Rezept nur über die Apotheke beziehbar zu machen wären sinnvolle Zielsetzungen, die unsere Gesellschaft anstreben sollte. Den dritten Vortrag hielt Bernd Lamprecht aus Linz zum Thema COVID-19 und Rauchen! Falsch wiedergegebene Einzelfallberichte haben in den Medien von einem vermeintlichen Schutz von Nikotin gegen COVID-19 berichtet. Das ist klar widerlegbar und das Gegenteil davon evident. Neben der schlechteren mukoziliären Clearance von Rauchern ist es auch die höhere ACE2 -Expression, welche das Andocken des SARS-Cov-2 Virus geradezu fördert! Schwerste pulmonale Erkrankungen gerade bei Rauchern sind während der Pandemie dokumentiert. Inzwischen gibt es eine ausreichende Evidenz wie in einer Metaanalysen welche gerade bei > 30 pack years eine auf das Alter, Geschlecht, Komorbiditäten und Medikation adjustierte Odds ratio von 2,19 allein für das Rauchen errechnet hat (JAMA 2021). Mehrere weitere Metaanalysen und systematische Reviews zeigen erhöhte Mortalität und schwere Verläufe der COVID-Erkrankung bei Rauchern. Auch E-Zigaretten / Dampfzigaretten beeinträchtigen die mukoziliäre Clearance und damit erhöht sich das Risiko eine COVID-19 Infektion zu erleiden (5-fach)! E-Zigaretten verursachen durch ultrafeine Aerosole endotheliale Dysfunktion, durch Acrolein, Propylen und Ultrafeinstoffe eine Reizung des respiratorischen inkl. alveolären Epithels und tragen zur Bildung reaktiver Sauerstoffradikale bei. Auch für E-Zigaretten ist eine Änderung der Immunologie und eine Erhöhung von ACE2 Expression festgestellt! Somit besteht für jede Art des inhalativen Tabak- und Nikotinkonsums (auch inklusive Wasserpfeife wo noch die Komponente des gemeinsamen Nutzens die Infektionsgefahr erhöht) eine erhöhte Wahrscheinlichkeit an COVID-19 zu erkranken ! Obwohl etwa die Hälfte der Raucher während der Pandemie ans Aufhören gedacht hat, hat die Mehrzahl ihre Rauchgewohnheit nicht verändert! Aufklärung und Motivation zur Rauchentwöhnung bleibt daher eine vordringliche Aufgabe.


Grenzgänge bei COPD

Vorsitz Georg-Christian Funk

Michael Studnicka startet diese Session mit seinem Vortrag „Beyond triple therapy – mögliche neue Therapieansätze“, in dem er besonders auf Studien eingeht, die die Mortalität zum Endpunkt wählten. In den großen Studien „Impact“ und Ethos“ konnte gezeigt werden, dass die Mortalität unter Triple Therapie deutlich reduziert werden konnte. Ob möglicherweise viele Asthma- oder ACOS-Patienten in diesen Kohorten, die immerhin bei bis zu 20-30% der COPD Patienten vorkommen, wurde diskutiert. In der Diskussion wird rege über die Daseinsberechtigung des COPD Terminus diskutiert. Die Patienten, die vor dem Studienbeginn kein ICS hatten, profitierten auch nicht von ICS. Patienten, die vorab ein ICS gebraucht haben, haben nicht von einem Absetzen profitiert.
Holger Flick stellte die Rolle von Antibiotika vor, während und nach COPD Exazerbationen. Angefangen von Exazerbation auslösenden Erregerspektrum, bei dem als Co-pathogene besonders Viren beteiligt sind, wurden besonders Pseudomonasrisikofaktoren beleuchtet wie beispielsweise häufige Krankenhausaufenthalte, häufige Steriodgaben und schlechte FEV1. Ambulante COPD-Exazerbationen profitieren selten von Antibiotika. Dagegen gilt für stationäre Patienten, dass Antibiotika zu einer Reduktion der Letalität führen. Dennoch profitieren auch hier nicht alle von einer Antibiose und er verweist auf die Anthonisen Kriterien basierend auf der Winniepeg-Studie, bei der es besonders auf das purulente Sputum ankommt. Die richtige Interpretation der Sputumfarbe, gestaltet sich jedoch in der Praxis, besonders ohne Farbtafel als recht uneinheitlich, was den Stellenwert des Sputums per se anzweifeln lässt. Alternativ könnte man das CRP und das PCT heranziehen. Schließlich geht Holger Flick noch auf die antibiotische Dauertherapie mit Makroliden ein.
Michael Meilinger schließt mit dem Thema „interventionelle Verfahren bei COPD: Eine Nutzen/Risiko Abwägung“. Anhand vieler Veranschaulichungen zeigt er unterschiedliche Verfahren und bringt praxisrelevante und eigene Erfahrungen in seinen Vortrag ein. Indikationen werden besprochen, typische zu behandelnde Krankheitsbilder seien chronische Bronchitis, COPD/Emphysem. Dabei geht er auch auf die Notwendigkeit einer vorrausgehenden Computertomographie ein, um Septenlücken beurteilt zu können. Ventile werden in Lappen eingesetzt, wodurch die Überblähung reduziert und das Ventilations/Perfusionsmissmatch reduziert werden kann. Daten belegen die Wirksamkeit im Sinne einer Verbesserung der Lungenfunktion, Besserung des 6-Miuten-Gehtests sowie Erhöhung Lebensqualität. Auch das Thema Dampfablation wird näher beleuchtet. Bei diesem irreversiblen Verfahren wird Wasserdampf in den Oberlappen gebracht. Durch die mechanische Reizung kommt es zu einer Atelektasenbildung. Auch hier wurde die Wirksamkeit bereits gezeigt. Im Gegensatz zu den Ventilen dauert es länger, bis es zu einem Effekt kommt.


Asthma in der Pädiatrie-Update

Asthma in der Pädiatrie-Update wurde von Ernst Eber aus Graz moderiert und der erste Vortrag von Angela Zacharasiewicz berichtete von der ERS task force zur Erstellung einer Leitlinie für die Asthmadiagnose bei 5- bis 16- jährigen (ist offen über das ERJ nachlesbar). Wichtig ist neben der Asthmaanamnese mit giemenden pfeifenden Atemgeräuschen auch eine Spirometrie zur Diagnosesicherung zu versuchen. Bei einer FEV1 und oder Tiffeneau < 80% Sollwert bzw. unter dem LLN ist dann eine Bronchospasmolyse durchzuführen. Wenn eine zumindest 12%ige Verbesserung dokumentiert werden kann ist die Diagnose bestätigt. Zur Diagnosesicherung soll auch der FeNO wert (ab >25ppb als pathologisch anzusehen), als Ausdruck einer eosinophilen Inflammation der Bronchialschleimhaut, bestimmt werden. Ein Bronchusprovokationstest (bevorzugt Methacholin oder Laufband bzw. Fahhradbelastungstests z.B.) ist bei normaler Lungenfunktion angebracht um Asthma zu bestätigen. Ein Abfall der FEV1>10% gilt als positiv. Wichtig: Passivrauchbelastung ansprechen und Differentialdiagnosen bedenken.
Im zweiten Vortrag sprach Matthias Urlbauer ein Pneumologe und Tabakentwöhn-experte aus dem Klinikum Nürnberg (150 Betten an der Pneumologie und 8000 ambulante Patienten) über die Strategie der Tabakentwöhnung von der Schwangerschaft bis zum Jugendlichen und Erwachsenen. 1 Arzt, drei Psychologen und ein Sozialarbeiter bieten seit 1994 Gruppenkurse wie auch Einzelberatungen an.
80% der Rauchenden versuchen aufzuhören, ohne professionelle Unterstützung häufig vergebens. Dass in der Schwangerschaft Rauchen das Frühgeburtsrisiko erhöht und mit durch Rauchen verursachter Plazentainsuffizienz auch das Geburtsgewicht abhängig von der Anzahl gerauchter Zigaretten reduziert ist, ist vielfach dokumentiert. Die Entwöhnung gerade auch in der Schwangerschaft ist eine besondere Herausforderung, Frauen sind in der Schwangerschaft sehr sensibel und ein behutsamer Umgang und Unterstützung sind dabei besonders wichtig. Auch Frauen, welche zwar in der Schwangerschaft zu rauchen aufgehört haben fangen danach oft wieder an. Dabei ist es ganz entscheidend, dass vom Umfeld, sprich Familie und der Beratung von Hebamme und Arzt Unterstützung für die Mutter im positiven Sinn kommt (Entlastung und liebevolle Zuwendung). Gerade eine sich 24 Stunden um ihr Kind sorgende Mutter kann Zuflucht im Wiederbeginn des Rauchens suchen (da ist sie kurz allein und tut sich etwas „Gutes“) Wenn behutsam auf die positiven Wirkungen des Stillens hingewiesen und auf den Nachteil des Rauchens dabei auch fürs Kind Bezug genommen wird ist es entscheidend familiäre und oder soziale Unterstützung im Rauchfrei Bleiben zu organisieren. Dies bleibt oft schwierig, meist sind es auch junge Mütter und den sozial ärmeren Schichten angehörend. Das erhöhte Risiko der Passivrauchexposition für Kinder ist evident (häufiger Mittelohr-entzündungen, Meningitis, Hospitalisierungen wegen Atemwegsinfekten, Asthmarisiko und vieles mehr). Schlussfolgerungen der KiGGS Studie (Paracelsusuniversität) besagen: jedes 9. Kind hat eine Mutter, die während der Schwangerschaft geraucht hat. Tabakrauchkonsum und Passivrauchbelastung ist im letzten Jahr deutlich gesunken, Strategien der verhältnis- (gesunde Gestaltung der Lebensbedingungen)- und verhaltenspräventiven (durch Information Optimierung des menschlichen Verhaltens) scheinen wirksam. Erwähnenswert ist dass durch gesetztliche Rauchverbote die Hositalisierungsrate wegen Asthma um 10% reduziert werden konnte! Urlbauer streicht hervor, dass sich in Österreich durch das seit 1. November 2019 bestehende „Gastronomie rauchfrei“-Gesetz vieles zum Bessern gewendet hat.
Österreich ist damit in der TCS Tobacco Control Scale ins untere Mittelfeld aufgestiegen, immerhin! Aber auch von ihm kommt die klare Botschaft: Erhöhung der Tabaksteuer als wirksamste Maßnahme zur Reduktion des Zigarettenkonsums und der Rauchanteile bei Jugendlichen!
Im dritten Vortrag gab Fritz Horak aus Wien einen ausgezeichneten Überblick über die Evidenz zu spezifischer Immuntherapie als sekundäre Asthmaprävention. Hintergrund ist, dass Kinder mit allergischer Rhinitis ein 3-6fach höheres Risiko für Asthma im Erwachsenenalter haben, insbesondere bei frühem Auftreten einer allergischen Rhino-conjunctivitis und Polysensibilisierung. Die erste interessante Studie war die offene (versus Kontrollgruppe) PAT (preventive allergy treatment) Studie zu 205 Kindern (6-14 J), welche bis zu 10 Jahre (147 Kinder nachverfolgte, welche 3 Jahre s.c. gegen Gräser behandelt wurden und sich eine 2,5 fach reduzierte Odds ratio im Vergleich zu einer Kontrollgruppe für Asthma zeigte. Aber auch eine italienische Studie mit 3 Jahren sublingualer Gräser-SIT konnte einen präventiven Effekt bestätigen. Interessant war dann die doppelblind-plazebokontrollierte GAP Studie an über 812 Kindern (5-12Jahre) mit allerg Rhinitis, welche drei Jahre eine Gräserpollentablette (Grazax) bekamen und der follow up 2 Jahre nach Beendigung zwar nicht im primären Endpunkt (dieser wohl zu streng gesetzt =Erstauftreten von Giemen und FEV1>12% etc.) aber in den sekundären Parametern wie Asthmasymptome, Medikation, Lungenfunktions-reversibilität klare Vorteile für die Behandlung zeigen konnte! Somit kann man sagen dass eine SCIT oder SLIT zur Kurzzeitprävention für das Auftreten von Asthma ergänzend zur Wirkung auf die allergische Rhinitis bei Gräserpollenallergikern empfohlen werden kann. Keine Empfehlung dafür oder dagegen für eine Langzeitprävention und Erstauftreten der Erstdiagnose Asthma bei Kindern und Adoleszenten. Weiters konnte Fritz Horak mehrere Studien (offen vs Kontrollgruppen) zu Hausstaubmilbenallergie zeigen, darunter eine italienische an 216 Kindern (5-17 Jahre), mit weniger mild persistierendem Asthma und auch Rückgang der bronchialen Hyperreaktivität. Zusammenfassendes Statement: Haben wir eine Chance mit SIT auf eine sekundäre Asthmaprävention? Ja und nein, primäre Indikation für die SIT bleibt weiterhin die Rhinitis / Konjunktivitis – Symptomatik, bei Gräserallergikern gibt es eine zumindest kurzfristige Asthmaprävention. Weitere Studien auch zur Hauststaubmilben- SIT sind gefordert.


Pulmonale Infektionen durch Mykobakterien

Eine interessante Sitzung von Helmut Salzer aus Linz im Vorsitz geführt zum Thema „Pulmonale Infektionen durch Mykobakterien“ begann mit Jakko van Ingen aus Nijmegen, welcher die zunehmende Problematik von Lungenerkrankungen durch atypische Mykobakterien thematisierte. Multidisziplinarität ist gefordert (Infektiologe, Pneumologe, Pharmakologe, Radiologe, Klinischer Mikrobiologe). Zwei radiologisch distinkte Manifestationen fibro-kavernös bzw. abszedieren-kavernöse vs. nodulär-bronchiektatisch (Gesamtprävalenz 6,2 Fälle auf 100.000 in Europa!) kommen vor. Für Mykobakterium abscessus nur 40-50% ige Heilungsraten, für M. avium-Komplex 50-70%. COPD, CF, Silikose sind Grunderkrankungen für die „fibro-cavitary NTM-PD“ , betrifft häufiger Männer im Alter v 50-70 Jahren und zeigt hohe Bakterienlast und tritt Oberlappenbetont auf. Die nodulär-bronchiektatische Manifestation der Lungenerkrankung dagegen erleiden mehrheitlich ältere Frauen (>60 Jahre) mit niedrigem BMI und oft CFTR-Mutationen. Hier ist im Gegensatz zu den hoch Sputum positiven Formen der kavernös abszedierenden Erkrankung die Sputum-Mikoskopie negativ und wiederholte Sputumgewinnung und am besten durch induziertes Sputum v.a. bei wenig und trockenem Husten zur Diagnosesicherung notwendig! Aktuelle Guidelines (Daley et al ERJ 2020) existieren wie auch eigene der CF-Gesellschaft. Die Behandlungsregime sind langwierig und beinhalten eine antituberkulöse Therapie mit meist Rifampicin, Ethambutol, Azithromycin im Fall von M.avium inklusive manchmal bei nicht ausreichendem Ansprechen nach 6 Monaten liposomalem Amikacin inhalativ. Bei M. abszessus ist die Therapie noch aufwendiger: Amikacin, Imipenem, Tigecyclin, Azithromycin, Clofazimin z.B und andere Alternativen je nach Ansprechen.
Der zweite Vortrag zu MDR-TBC kam von Gunar Günther aus Namibia und zeigte eindrucksvoll im Hochinzidenzland mit 486 Fällen auf 100.000 Einwohnern (Österreich 6,2 auf 100.000) und mit einer HIV Prävalenzrate von14% und etwa 13.000 Erkrankten sowie 3100 TBC Toten z.B. 2018 im 2,4 Mill Einwohnerland, wie mühevoll aber auch lohnend es ist, Infrastruktur und ausreichende Behandlungskapazitäten aufzuziehen. Die Ausbildung von Ärzten vor Ort, der Aufbau von Behandlung und Laborinfrastruktur ist eine großartige Aufgabe, welcher sich Gunar Günther aus Bern seit Jahren stellt.
Unter anderem werden auch Operationen und Setzten von Ports zur i.v. Behandlung mit Carbapenemen bei MDR TBC durchgeführt. Die COVID 19 Pandemie hat das Land besonders hart getroffen. Dramatisch sind auch die TB Folgeschäden, welche die häufigste Diagnose in der Lungenambulanz des Katutura State Hospital darstellen (vor Asthma, COPD, Echinokokkose …) Dazu zählen u.a. chronische Aspergillose, Bronchiektasen, Post-TBC Hypoxämie mit Cor pulmonale. Rehabilitationsprogramme werden aufgebaut.
Im dritten Referat führte uns Michael Knappik TBC Spezialist der Klinik in Penzing, Wien durch neue Konzepte von Hochdosis Rifampicin-behandlungen und demonstrierte eindrucksvolle individuelle Erfolge mit 30-35mg/kgKG Dosierungen, wobei er schön erläuterte dass die „Area under the curve“- Verteilung wichtiger ist als der Spitzenspiegel. Er präsentierte Studien aus dem St Georg Hospital in London zur Toxizität und Effektivität von 1200 und 1800mg Rifampicin wie auch holländische Ergebnisse. Erstaunlich doch die insgesamt gute Verträglichkeit, eine Hepathopathie in einem Fall war dann auf INH zurückzuführen und ein Wiederbeginn mit RMP möglich. Indikationen stellen neben INH resistenz z.B schwere zerebrale TBC und extensive kavernöse Verläufe dar. Sehr entscheiden und wichtig ist die Serumspiegelverlaufsbestimmung da die Serumspiegel erheblich individuell variieren! Hier ist schon das Etablieren verfügbarer Laborinfrastruktur herausfordernd!


Organtransplantation: Neue Herausforderungen

Eine spannende Session, moderiert von Brigitte Bucher. Peter Jaksch referierte über Lungentransplantation bei Covid-19. Dabei zeigte er die aktuellen Zahlen, was alle wohl gespannt verfolgt haben dürften. Er berichtete, dass ¼ der hospitalisierten Covid Patienten auf die Intensivstation kamen. Die Mortalität auf der Intensivstation und an der ECMO betrug immerhin 30-40%. Im März 2020 wurde für die erste Lungentransplantation bei Covid-ARDS angefragt und im Mai schließlich die erste Transplantation durchgeführt. Seither werden etwa 2 Personen/Monat wegen Covid-ARDS lungentransplantiert, wobei es im Sommer eine Pause gab. Insgesamt wurden 113 Patienten in Wien vorgestellt, 26 wurden gelistet und bis dato 21 transplantiert. Auch Kriterien wie beispielsweise eine negative Covid-PCR neg. oder CT-Wert > 32, voll-ausgeschöpfte ECMO für mindestens 4-6 Wochen und fehlender schwerer Komorbiditäten sowie das Alter wurden vorgestellt und später live diskutiert. Auch die Immunsuppression wurde erläutert.

Daniel Höfer aus Innsbruck sprach über das Thema „ECMO-und dann?“. ECMO sei eine Rescue Therapie, die einer vorherigen Ausschöpfung aller möglichen Maßnahmen bedingt. Dieses Verfahren sei hochinvasiv und mit einer Reihe an Komplikationen verbunden. Im Verlauf der Covid Pandemie konnte die Sterblichkeit an der ECMO nach anfänglich hoher Mortalität doch reduziert werden. Generell konnte in Studien gezeigt werden, dass je älter die Patienten, die eine ECMO bekommen, umso geringer das Überleben ist. In einem Konsensus Paper wurde der ideale ECMO Patient beschrieben als Patient mit single organ failure, wenig Komorbiditäten, junges Alter. Kontraindikationen gegen ECMO sind end-stage Organschäden oder Multiorganversagen. Schließlich geht er auf die ELSO Kriterien ein. In Sachen ECMO und Covid-19 ist die Datenlage insgesamt noch rar.

Abschließend konnte Gabriela Murakozy in ihrem Vortrag für HLA-Antikörper vor und nach Lungentransplantation begeistern. Die Herkunft von HLA Antikörper und der Umgang mit ihnen wird erläutert. Das HLA Matching erhöht den Erfolg einer Transplantation. Die Rednerin macht aber deutlich, dass nicht bei jedem Patienten genug Zeit vorhanden ist, um die „perfekte“ HLA gematchte Lunge zu finden. Es wird im Verlauf auch auf Phänomene eingegangen, bei denen Patienten erst post Transplantation Antikörper entwickeln, was möglicherweise auf eine Abstoßung hindeuten könnte. Jedoch fehlen hier noch große randomisierte prospektive Studien. Abschließend geht die Referentin noch auf Abstoßungsreaktionen und Therapiekonzepte ein und schließt mit einem anschaulichen und lehrreichen Fallbericht ab.


Allergen-spezifischen Immuntherapie

In der Von Zsolt Szepfalusi aus Wien geleiteten Sitzung zur Allergen-spezifischen Immuntherapie zeigte Felix Wantke aus Wien die aktuelle Verfügbarkeit von Tabletten, Tropfen sowie Subkutantherapien und Fritz Horak aus Wien ging auf die Auswahl des richtigen Allergens genauer ein. Inzwischen gibt es zu Birke, Gräser, Ragweed und Hausstaubmilbe bereits hoch effektive Sublingualtabletten wie Wantke erläuterte. Fritz Horak zeigte für Pollenallergien sehr schön, dass durch die Homologie von Birkenpollen bzw. des Hauptallergens BetV1 mit Erle, Hasel, Hainbuche, Eiche Edelkastanie, Rotbuche eine Therapie mit dem Birkenpollenextrakt ausreicht um eine Behandlung gegen Frühblüherpollen zu garantieren. Ähnliches gilt für die Ölbaum und Süßgräsergruppe. Somit sind Kombinationen homologer Allergene nicht mehr indiziert bzw. notwendig. Es ist also das Referenzallergen für Allergene einer homologen Gruppe zur Therapie ausreichend! Weiter soll eine Mischung nicht homologer Allergene z.B Gräser-Birke-Ragweed in einem Präparat vermieden werden! Geringere Konzentration des Einzelextrakts und Wechselwirkungen sind ungünstig für den Therapieerfolg! Auch gibt es keine Studien für „Mischungen“. Es sei auf die Publikation in der WIKLIWO „Relevanz homologer Allergene bei SPT von Pollenallergien“ verwiesen. Im abschließenden hochinteressanten Referat von Barbara Bohle ermöglichte uns diese einen Ausblick auf eine neue interessante Form „passiver“ Immuntherapie indem sie Studien zu Fel-d-1 (Katzenhauptallergen) und zu Bet-v-1 Birkenpollenhauptallergen zeigte. Monoklonale rekombinant hergestellte Antikörper IgG4 (die sich schützend um das Fel-d-1- bzw. Bet-v-1 Allergen legen und dieses davon abhalten sich an die IgE Andockstelle der Mastzelle zu haften) konnten im Tierversuch eine bis zu 80 Tage anhaltende Schutzwirkung gegen die allergische Reaktion auf Katze bzw. eine etwa 35 Tage anhaltende Schutzwirkung gegen die allergische Reaktion auf Birkenpollen nachweisen. In welchen klinischen Situationen vielleicht diese Form der Injektion von blockierenden Antikörpern (etwa kurz vor der Birkenpollensaison?) in Zukunft ein Thema wird, bleibt abzuwarten.


ÖGP Assistententreffen

Beim Assistententreffen wurden ÖGP Funktionäre vorgestellt und Vorteile eine Mitgliedschaft nähergebracht. Ort und Datum der ÖGP summer school wurde bekannt gegeben, sowie voraussichtliche Kosten aufgezeigt. Anschließend wurde ein Link zum ÖGP Skriptum, welches sich aktuell in Überarbeitung befindet, gezeigt. Ein für den neuen ÖGP Präsidenten, Gabor Kovacs, wichtiges Thema ist der „Young Scientific Day“. Er soll erstmals 2022 stattfindet. Dabei sollen sich vor allem junge Forscherinnen und Forscher aus dem Feld der Lungenforschung im Rahmen eines 2-tägigen Kongresses wissenschaftlich austauschen, vernetzen und ihre Arbeiten präsentieren können. Dies soll auch Kolleginnen und Kollegen aus kleineren Kliniken die Möglichkeit an aktiver Wissenschaftsteilnahme ermöglichen und wurde von den anwesenden Assistenzärztinnen und Assistenzärzten sehr begrüßt. In Hinblick auf die Fortbildungsveranstaltungen wurden einheitlich der große Wunsch nach mehr Bronchoskopie Kursen geäußert. Kolleginnen und Kollegen aus peripheren Kliniken würden darüber hinaus eine bessere Vernetzung begrüßen und möglicherweise auch gerne tageweise an größeren Kliniken hospitieren.

Vorprogramm

Blättern Sie im Vorprogramm!

Hier können Sie das detaillierte Vorprogramm der 45. Jahrestagung der ÖGP und der 5. Jahrestagung der OGTC herunterladen:

 

Vorprogramm

 

DFP Punkte

Für die Teilnahme an der ÖGP | OGTC Jahrestagung werden folgenden DFP Punkte aus dem Fach Lungenkrankheiten vergeben:

Gesamtkongress (Mi., 14. 10. ab 15:00 Uhr bis Fr., 16. 10. 18:30 Uhr): 10 DFP Punkte

Mi., 14. Oktober 2020: 4 DFP PunktedfpLogo
Do., 15. Oktober 2020: 3 DFP Punkte
Fr., 16. Oktober 2020: 3 DFP Punkte

Um Ihre DFP Punkte buchen zu können, bitten wir Sie, im Rahmen der Anmeldung Ihre ÖAK Nummer bekannt zu geben.

 

 

Save the Date 2022

Die 46. Jahrestagung der ÖGP und die 6. Jahrestagung der OGTC findet von 29. September – 1. Oktober 2022 in Salzburg statt.

Details zum Programm werden im Juli 2022 hier publiziert.

 

 

 

 

 

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